Wenn die Belohnung gar keine ist

Immer wieder kann man beobachten, wie Menschen ihren Hund über den Kopf und im Gesicht streicheln, um sie zu belohnen und ihnen ihre Liebe zu bezeugen. Und manchmal kann man dabei beobachten wie der Hund genüsslich die Augen schließt und sein Körper ganz weich wird unter diesen Liebesbekundungen seines Menschen.

Doch es gibt auch viele Hunde, die mögen es gar nicht, wenn ihnen über den Kopf gestreichelt wird.
Auch wenn der Hund dabei nicht so deutlich zeigt, dass ihm diese Art der Annäherung unangenehm ist, so empfinden viele Hunde diese Berührungen doch eher als unbehaglich oder sogar beängstigend. Noch schlimmer werden meist Umarmungen empfunden, da sie sich für den Hund oft ähnlich wie ein Würgegriff anfühlen.

Wie kannst du es besser machen?

Achte bei deinem Hund auf körpersprachliche Signale wie z.B.
- hecheln
- zurückweichen
- blinzeln
- gähnen
- Körper abducken
- Kopf wegdrehen
- schmatzen, Lefzen lecken
- Ohren anliegend weit nach hinten ziehen

Zeigt dein Hund beim Streicheln eines oder mehrere dieser Signale, kannst du davon ausgehen, dass die gut gemeinten Streicheleinheiten für ihn keine Belohnung darstellen, da sie ihm unangenehm sind.

Wenn bspw. auf ein „Sitz“ immer wieder ein Kopfstreicheln folgt, dein Hund dieses aber als unangenehm empfindet, wird er sich zukünftig immer widerwilliger und bald überhaupt nicht mehr hinsetzen, weil er dieser unangenehmen Berührung entgehen möchte.

Finde also zunächst einmal zu Hause heraus, an welchen Körperstellen dein Hund es genießt, gestreichelt zu werden. Viele Hunde mögen Streicheleinheiten an der Brust, am Bauch, an der Schulter oder am Schwanzansatz.
Schließt dein Hund die Augen oder drückt sich gegen die streichelnde Hand? Schläft er vielleicht sogar ein während du ihn streichelst? Dreht er sich auf den Rücken während der Streicheleinheiten? Stupst er dich mit der Schnauze oder einer Pfote an, sobald du aufhörst zu streicheln? Dann empfindet er deine Liebesbekundung offensichtlich als sehr angenehm und du kannst gerne weitermachen.
Allerdings kann es gut sein, dass dein Hund diese Streicheleinheiten nur zu Hause genießen kann, outdoor jedoch mit oben genannten Signalen reagiert. Denn Hunde, die sich gerade sportlich betätigen, jagen oder konzentriert beim Training sind, mögen Berührungen oft nicht sonderlich gerne.
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